Pause

Hier pas­siert gerade nichts. Dort schon.

04. Oktober 2011 von etcpp
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Neben der struk­tu­rel­len Planung eines neuen Projektes denke ich immer und par­al­lel auch an die Visualisierung, und nehme erneut den Einfluss des­sen wahr, was ich selbst kon­su­miere. Ob eine Ästhe­tik in mir wächst und sich in dem spie­gelt, was ich dort drau­ßen ent­de­cke, oder ob sich eher aus der Bewertung des Konsumierten eine Linie her­aus­bil­det, das kann ich kaum beur­tei­len, ver­mut­lich stimmt bei­des ein biss­chen. Entgegen der übli­chen Flucht vor Ähnli­chem sam­mele ich es jetzt ein­fach, geht ja leicht, ich ziehe es auf mei­nen Schreibtisch.

Und so füllt sich die untere rechte Ecke mei­nes Bildschirms mit visu­el­len Assoziationen, frü­her hätte man das »Moodboard« genannt, eine Sammlung von Bildern und Farben, die eine Stimmung erzeu­gen, ein Vorabgefühl für das, was noch zu ent­wi­ckeln ist. Ich kann den Sprühkleber noch rie­chen, dabei ist das auch schon wie­der eine Dekade her.

19. Februar 2011 von etcpp
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humbledMBA

»At first, I did this because the lawyer had told me to. But what was really going on? I was obses­sed with my brilliance.«

Jason Freedman erzählt von der Sehnsucht, eine Idee ganz für sich zu behal­ten. Er schreibt aus eige­ner Erfahrung und emp­fiehlt: das Gegenteil.

16. Februar 2011 von etcpp
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30 Prozent von Nichts

»Our phi­lo­so­phy is sim­ple – when Apple brings a new sub­scri­ber to the app, Apple earns a 30 per­cent share; when the publis­her brings an exis­ting or new sub­scri­ber to the app, the publis­her keeps 100 per­cent and Apple earns nothing.«

Steve Jobs bringt es auf den Punkt. Den Verbänden wird das nicht pas­sen, es wird Ausrufezeichen hageln.

Nachtrag vom 16.2.2011:

»Apple is eating the people that pro­vide the things that make the iPad spe­cial.« sagt Gizmodo, »for­get iOS and bring on the HTML5 mobile apps«, schließt Ryan Carson. Heise fasst zusam­men. Das Thema ist gekom­men um zu bleiben.

»Apple’s new rules rile. But not me: I’m the pay­ing cust­o­mer and I resent the old model. The new rules are customer-​​centric.«

meint Jean-​​Louis Gassée

15. Februar 2011 von etcpp
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Planskizze von Simon Maximilian, 9 Jahre alt

Mein Sohn (9) mag das iPhone, und er ist eif­ri­ger Betatester der Dinge, die ich ver­su­che. Dass ich weder fach­lich, noch zeit­lich oder finan­zi­ell in der Lage bin, ein Spiel in der Form zu ent­wi­ckeln, wie es ihm vor­schwebt, nimmt er mir übel. Aber es hält ihn nicht davon ab, schon ein­mal Pläne zu zeich­nen. Der Kerl dort oben, der heißt »Rodaka«, sagt er.

14. Februar 2011 von etcpp
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Berliner Zeiten

Nach Murdoch nun auch Springer, mit »Berliner Zeiten« kommt ein Magazin auf den Markt, das spe­zi­ell für das iPad gemacht wird. Die w&v schreibt, dass selbst das Redaktionssystem auf dem iPad läuft und spe­zi­ell ent­wi­ckelt wurde. Das klingt ambi­tio­niert, sieht aber auf den ers­ten Blick nicht so aus: Das Cover ist furcht­bar, da hilft auch Lindenberg nicht.

Langsam kommt also alles ins Rollen, ich bin über­zeugt davon, dass der neue Abodienst Apples die Entwicklung beschleu­ni­gen wird. Nach wie vor schade, dass sich nicht auch Freie fin­den, die in der Stunde eine Gunst sehen, kleine Teams mit kor­re­spon­die­ren­den Zielen und einem gemein­sa­men Anspruch. Der Markt für Magazine ist mit der Öffnung ins Digitale wie­der unde­fi­niert, eine Chance, die so schnell nicht wie­der­kommt. Praschl wäre einer, aber der hasst das Ding ja.

»Es ist, wie es ist«, ich ent­de­cke das Rheinland in mir mit fort­schrei­ten­dem Alter neu.

14. Februar 2011 von etcpp
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Geschenkt

Zeitzeichen im dop­pel­ten Sinn: Die App »Zeitzeichen« ist jetzt kos­ten­los. Das wird so blei­ben, bis die nächste Version erscheint – dann mit vol­ler Retina-​​ und iPad-​​Unterstützung.

12. Februar 2011 von etcpp
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Abbildung Copyright Peter Neuhaus auf MdK

»Die Verbindung zum guten Grund gehört durch­trennt«, hat mal ein schlauer Mann gesagt, mich hat das beein­druckt. Auch, weil ich es schon lange nicht mehr kenne, bei mir hat ja alles einen Grund, meist nicht ein­mal einen guten, was auch immer gut sein mag, und oft nur sche­men­haft erkenn­bar. Kaum Grundlosigkeiten, in mir und um mich herum.

Wenn ich mich erneut ver­irre in den gedank­li­chen Abhängigkeiten, logi­schen Zusammenhängen, dem Versuch, die Regel im Chaos zu ent­de­cken, und wenn mir all das wie­der ein­mal zu viel wird, dann besu­che ich das MdK. Die Meisterwerke der Kritzelei erin­nern mich daran, wel­che Schönheit ent­ste­hen kann, wenn sie unbe­dingt bleibt. Das tut gut.

09. Februar 2011 von etcpp
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BDZV, ENPA

Ich ver­stehe die Zeitungsverlegerverbände nicht, und im Grunde fällt mir zu ihren Kürzeln nur ein pas­sen­des aus mei­ner Kindheit ein: DBDDHKP. Die Älte­ren wer­den sich erin­nern, den Jüngeren erspare ich die Langform.

Nun jeden­falls for­dern sie Planungssicherheit, die Zeitungsverleger. Warum sie das tun, bleibt mir schlei­er­haft, den Zeit genug hat­ten sie, sich um die eige­nen Planungen zu küm­mern. Selbst wenn nie­mand unter ihnen beson­ders visio­när gewe­sen sein sollte, eine Dekade zumin­dest wäre als Vorlauf für die Bildung neuer (und eige­ner!) Strukturen drin gewe­sen. Man kann sich über diese fort­lau­fen­den Versäumnisse ärgern, als Verleger, aber den Ärger so plump an ande­ren fest­zu­ma­chen, das ist unbegreiflich.

Die Furcht scheint zu stei­gen vor den sich nun her­aus­bil­den­den neuen Strukturen, die fremd­ge­schaf­fen sind, und so wer­den die Forderungen dreis­ter, Apple soll der böse Bube sein und gera­de­ste­hen für all das:

»Bereits am Montag hatte der euro­päi­sche Zeitungsverlegerverband (ENPA) Apple auf­ge­for­dert, den Medienhäusern bei ihren Angeboten für das iPad kein bestimm­tes Geschäftsmodell vor­zu­schrei­ben. Die Zeitungsverlage soll­ten die Freiheit haben, das von ihnen bevor­zugte Bezahlungssystem für Inhalte auf dem iPad aus­zu­wäh­len und den Preis selbst festzulegen.«

Ja nee, schon klar. Es geht um Hardware, die Apple pro­du­ziert, eine Plattform, die Apple ent­wi­ckelt hat, einen Vertriebsweg, den Apple bie­tet, eine Infrastruktur, Bandbreite, alles wird von Apple zur Verfügung gestellt. All das kann man nut­zen, als Verleger. Aber man muss nicht. Macht eigene Abo-​​Modelle, ver­kauft Eure Inhalte in den von Euch gewünsch­ten Formen, Web, PDF, eigene Entwicklungen, was und wie auch immer, aber macht es Euch doch selbst! Statt des­sen zu for­dern, das ein ande­rer all das bie­ten und leis­ten soll, und all das eben ohne Honorar, das ist schlicht dreist.

Man stelle sich vor, ein sol­cher Gedanke würde auf kon­ven­tio­nelle Vertriebswege (die im übri­gen bezüg­lich der Marge kei­nes­wegs güns­ti­ger für die Verlage sind) über­tra­gen. Kein Geld für den Fahrer, der die Zeitungen zum Kiosk bringt, kein Anteil für die Ladenbesitzer, und der Zeitungsjunge fährt die Blätter aus rei­ner Freude und eben­falls kos­ten­los aus. Hallo?

Man kann von der alles ver­schlin­gen­den Tendez zum Kostenlosen, hin­ter der sich eine Tendenz zur Wertlosigkeit ver­birgt, hal­ten, was man will. Dass die Verlegerverbände in solch popu­lis­ti­schem Ton an Apple her­an­tre­ten, zeugt von Panik.

08. Februar 2011 von etcpp
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Im Nachdenken über die neu ange­gan­gene App werde ich zuneh­mend ner­vös. Die Funktionen, ihre Nutzung und dar­un­ter lie­gende Methoden ufern aus, es öffnet sich ein Kosmos. Andererseits ist gut, dass mich das rasend macht und über­for­dert, so wächst der Leidensdruck und mit ihm die Sehnsucht nach Ordnung. Noch ist das mach­bar ohne eine Hand zu rüh­ren, und im Gedankenstreich.

Auf das Papier damit, also, viel mehr Papier für all das. Damit ich es zer­knül­len kann, und weg­schmei­ßen. Bis das Verbliebene passt.

08. Februar 2011 von etcpp
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